Nachbearbeitung

Erinnerungen an das Hausschlachten in der Gröninger Region
(die gesamte Serie wurde uns zur Verfügung gestellt vom Verfasser Ralf Staufenbiel)

Lag das Schlachtefest in den letzten Zügen, begannen die ersten Helfer mit dem Reinigen der Geräte, Mollen und anderen Behältnissen. Der Schlachter kümmerte sich redlich um den Kessel mit Kochwurst, denn eine zu hohe Temperatur führte zum Platzen der zarten Naturdärme. Kochen, wie bei Schäfer Richard Höltge (um 1960), durfte das Wasser in keinem Fall, denn dort war der Sohn Siegfried zur Beaufsichtigung eingeteilt. Statt vorsichtig mit Holz zu Heizen, legte er ein Paar Gummistiefel ins Feuer. Der alte, lustige Spruch: „Wenn die kleinen Würste platzen, sind die Großen gut“, traf voll zu! Die Wurstsuppe war dafür umso gehaltvoller und „konnte am nächsten Tag geschnitten werden“. Die letzte Tätigkeit, die aber meist schon von den Hausfrauen erledigt wurde, war das Verteilen der Wurstsuppe und das Packen der Schlachtpakete, sowie das Einlagern der Gläser oder Büchsen. Während die Frauen nun den Haushalt wieder in Schuss brachten und alles aufwischten, ging man in der Wohnstube (Partyräume gab es damals noch nicht) zum gemütlichen Teil des Abends über. Traditionsgemäß hatte einer der Helfer, meist jemand der vom Alkohol schon etwas „bedüselt“ war, beim Nachhausegehen den Ringelschwanz am hinteren Hosenbund...

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